Faszination - Leidenschaft - Emotion


Chronik des TSV Sulzfeld

 

Turnverein Sulzfeld

Einiges, was im Jahr 1889 entstand ist heute noch dabei. So wie der TSV Sulzfeld. Neun Männer fanden sich zusammen und gründeten den Turnverein Sulzfeld. Im Geßleinischen Garten (Gasthof Stern) wurde auf selbst gebastelten Turngeräten geübt. 

Im ersten Protokollbuch wurde ab dem 1.Januar 1897 Einträge gemacht und noch im gleichen Jahr wurde das Gauturnfest des Turngaus Kitzingen in Sulzfeld ausgetragen.

Schon in jungen Jahren bemühte sich der Turnverein um eine Turnhalle. Das Vorhaben zog sich etwas hin und erst im Jahr 1910 war die Turnhalle fertiggestellt. Die Halle wurde nach dem Jahrtausend wechsel abgerissen. Diese stand am Rande der heutigen Schulbushaltestelle.

Die Turnhalle war Begegnungspunkt für viele Aktionen. Neben Turnen war auch gesellschaftlich einiges los bis hin zu Feierlichkeiten wie Tanzveranstaltungen oder Theateraufführungen.

Der absolute Höhepunkt vor dem 1.Weltkrieg war das Jahr 1912 beim Bayrischen Landesturnfest in Würzburg. Prinz Ludwig, der spätere König von Bayern überreichte der Sulzfelder Riege, die den 1.Platz belegte mit huldvollen Worten den Eichenbruch.

1914 wurde das 25jährige Bestehen gefeiert unter anderem mit einem Zöglingswettturnen mit einem erheblichen finanziellen Verlust. Der 1.Weltkrieg zwang den Verein kürzer zu treten und eine Fahnenabteilung beteiligte sich fortan an jedem Gottesdienst für gefallene Mitglieder. Die finanzielle Krise behoben damals Vereinsangehörige die Geld auf unbestimmte Zeit vorstreckten.

1921 wurde mit dem Sportclub Pfeil Verhandlungen geführt und man einigte sich über die Verwendung des Sportplatzes.

Die Teilnahme an Turnwettkämpfen ließ nichts zu wünschen übrig. Herausragender Akteur war damals Heinrich Metz der Gausieger über 110 m Hürdenlauf wurde.

Ein bezirksoffenes Turnfest zum 40jährigen Bestehen deutet auf eine erfolgreiche Vereinstätigkeit hin. 1930 nahmen sogar 10 Jugendturner am Reichsjungendwettkampf teil.

1931 wurde die Zimmerstutzen-Abteilung ins Leben gerufen. Die dafür erforderlichen Arbeiten für Halle und Schießplatz nahmen ein Jahr in Anspruch.

Mit Kriegsbeginn (1939) ging es zunächst wie gewohnt weiter und man hielt Verbindung mit anderen Gauvereinen aufrecht. In den Protokollen der ersten Kriegsjahre fanden sich nur Eintragungen von gefallenen Turnbrüdern. Danach finden sich leider keine Eintragungen mehr bis ins Jahr 1946.

Ein wichtiges Datum des heutigen TSV Sulzfeld war der 11.April 1946. Sportbegeisterte junge Männer laden zur Versammlung ins Gasthaus Stern ein. Auf allgemeinen Wunsch schließt man den Turnverein und den Sportclub Pfeil zum Turn-und Sportverein zusammen. Andreas Hartig wird 1.Vorstand. Die weiteren Protokolle lassen erkennen, dass im neuen Verein hauptsächlich Fußball und Leichtathletik ausgeführt wurde. Ebenfalls 1946 gab es eine Damen-Handballmannschaft über deren Wirken nur wenig bekannt ist.

1950 wurde das 60jährige Stiftungsfest gefeiert mit zahlreichen Veranstaltungen der Abteilungen.

1921 wurde der Sportclub Pfeil gegründet

Überall wurden Fußballmannschaften gegründet und da wollte Sulzfeld nicht hinten an stehen. Die Jugend wollte unbedingt diesen Sport betreiben. Klar war die Gegenliebe des Turnvereins nur begrenzt.

13 junge Burschen gründeten den Sportclub Pfeil. Umgehend wurde am Spielbetrieb mit wechselnden Erfolg teilgenommen. 

Eine der Mannschaften von damals: A.Broller, L.Knürr, H.Schenkel, J.Endres, F.Markert, L.Luckert, V.Luckert, H.Fras, J.Luckert, F.Metzger, R.Voit. 

1928 wurde der Sportclub Pfeil in DJK Sulzfeld umbenannt.

Mit der Machtergreifung Hitlers wurden alle DJK-Vereine aufgelöst. Alle Vereine wurden gleichgestellt. Der Spielbetrieb lief aber weiter. Unterstützt wurde der Sulzfelder Fußball durch Fußballbegeisterte Soldaten der Kitzinger Flak-Kaserne. Mit dem Ausbruch des 2.Weltkrieges war ein geregelter Spielbetrieb nicht mehr möglich. Die meisten Männer waren meist eingezogen oder sind gefallen. Erst 1946 konnte der Spielbetrieb wieder aufgenommen werden. Dies geschah erst mit Zustimmung der Alliierten, die zu diesem Zeitpunkt versucht haben das politische, kulturelle und sportliche Leben in Deutschland wiederzubeleben.

 

Turnverein und Sportclub Pfeil schließen sich zusammen.

1946 schließen sich Turnverein und Sportclub Pfeil zum heute bekannten TSV (Turn-und Sportverein) zusammen. Mit der Saison 1946/47 lief der Spielbetrieb in den unteren Klassen mit zwei Mannschaften an.

Die 1.Mannschaft von damals: Robert Büchold, Lothar Knürr, Adolf Endreß, Albert Luckert, Richard Ruhl, Richard Weigand, Karl Lederer, Herbert Ruchser, Jupp Förster und Bruno Knürr.

Die 2.Mannschaft: Fritz Metzger, Hugo Broller, Hilmar Streng, Benno Süßmeier, Fritz Maurer, Reinhold Luckert, Hans Schneider, Valentin Schneider, Anton Metzger, Emil Schenkel.

Mehr zu den sportlichen Erfolgen findet ihr unter der Abteilung Fußball.

Seit 1950 wird auch Tischtennis in Sulzfeld gespielt. Die Gründung einer eigenen Tischtennis-Abteilung erfolgte aber erst im Jahre 1969 unter Erich Schunk. Mit zwei Teams ging man auf Punktefang. Die ersten Spieler waren Dieter Beck, Martin Dohr, Herbert Fick, Gerhard Hock, Reinhard Kleinhenz, Adolf Mend, August Manegold, Robert Metzger, Hans Münch, Helmut Rädlinger, Irmbert Staudt, Erich Schunk, Burkard Schmitt, Richard Schweser, Hans Vatschger. Viele dieser Spieler aus der ersten Stunde waren über Jahre aktiv beim TSV.

Mit den Feierlichkeiten zum 80jährigen Bestehen wurde die 1.Fußballmannschaft Meister in der B-Klasse. In der Zeit wuchs auch der Wunsch nach einem eigenen Sportgelände mit Sportheim. Diese Idee trug man rund neun Jahre vor sich her. Die Gestaltung und Finanzierung musste gut durchdacht werden und eine schwierige Aufgabe war auch die Grundstücksbeschaffung. Gespräche mit der Gemeinde folgten, Spendenaufrufe wurden gestartet und die inzwischen eigenständige Schützengesellschaft wurde kontaktiert ob sie sich am Neubau beteiligen würden.

1971 wurde der Bauausschuss gegründet und mit Josef Schunk ein Architekt gefunden der die Vorstellung der Mitglieder in einem Plan umsetzte. Ab November des gleichen Jahres lief die Beschaffung der Grundstücke seitens der Gemeinde Sulzfeld. Zähe Verhandlungen liefen für das 2 ha große Bauvorhaben.

Wie bei allen größeren Baumaßnahmen gab es auch einen Dämpfer. Die Höhe der Baukosten machten es notwendig das Bauvorhaben in einen ersten und einen zweiten Bauabschnitt zu teilen. Im ersten Abschnitt sollte der Rasenplatz, eine 100m Bahn, eine Sprunggrube sowie das Sportheim mit Bewirtungsraum, Saal, Kegelbahn einer Wohnung und Umkleidekabinen entstehen. Der zweite Bauabschnitt sollte die Turnhalle und ein Hartplatz sein. Um die Kosten zu stemmen waren 27000 Arbeitsstunden der Mitglieder erforderlich.

1974 begann dann mit dem Abtragen der Humusschicht. Bereits im Mai des nächsten Jahres war der Sportplatz fertiggestellt und es konnte mit dem Bau des Sportheims begonnen werden.

Mitten in die Bauphase erlebten die Fußballer eine böse Überraschung. In der Nacht vom 15. auf 16.November sägten bis heute Unbekannte das Fußballtor am alten Sportplatz ab. Diese Tat wurde sogar in der größten Deutschen Boulevardzeitung mit Bild erwähnt. Vielleicht findet sich irgendwann noch der Täter. Immerhin verhalf es dem TSV zu einem neuen Satz Aluminium-Tore.

Am 25.Oktober 1975 wurde bereits Richtfest am neuen Sportheim gefeiert. Im April 1976 war die 10000 freiwillige Arbeitsstunde geleistet. Nach und nach wurde das Sportheim und dann die Kegelbahn der Bestimmung übergeben.

Im Juni 1977 wurde schließlich die neue Sportanlage des TSV Sulzfeld gefeiert. Dazu gab es einen Festkommers, ein Fußballspiel gegen die SpVgg Fürth (heute Greuther-Fürth) und eine anschließende Festwoche.

Zitat aus der Festschrift zum 100jährigen Bestehen:

"So hat sich nun seit dieser Zeit das Sportleben des Ortes von den alten Mainwiesen, wo vor hundert Jahren unsere Urväter ihren ersten Übungen zur Körperertüchtigung nachgingen an das südliche Ortsende verlagert, wenngleich der alte Sportplatz auch heute (1989) immer noch genutzt wird."

Im Jahr 2013 sind drei Aktive Fußballmannschaften gemeldet. Dazu kommen fünf Jugendteams. Die Tischtennisabteilung geht ebenfalls mit drei Mannschaften und zwei Jugendgruppen an den Start.Weitere Abteilungen sind Frauen- und Männergymnastik, Kinderturnen, Jugendtanz, Faschingsabteilung des 11.KKC.

Die Historie wird nach und nach ergänzt bzw. fehlende Teile hinzugefügt. Für Hinweise sind wir immer Empfangsbereit.